Klassen- und Stufenleitungskonzept

I. VORBEMERKUNG

Der/Die Klassenlehrer/in bzw. die Tutorin/der Tutor erfüllt eine zentrale Rolle innerhalb der Schulgemeinschaft. Er/Sie ist erster Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler in allen schulischen Belangen, mitunter aber auch bei privaten Problemen. Klassen-/Stufenleitungen sind gefordert, in ihrer pädagogischen Arbeit die Leitziele der Schule zu vermitteln. Klassenleiter/in bzw. Tutor/in arbeiten mit ihrer Vertretung eng zusammen. Die Fachlehrer unterstützen die Klassenleitung und tragen ihre Arbeit mit.

ln diesem Zusammenhang ist auf das in der Lehrerkonferenz vom 10.5.2010 verabschiedete Schulkonzept (insbesondere Leitsatz "Persönlichkeitsbildende Erziehung" und "Interne Zusammenarbeit") zu verweisen.

Das zurzeit auf der Ebene der Maßnahmenplanung weiterzuentwickelnde Schulkonzept unserer Schule sollte auch die Rolle des Klassenlehrers/der Klassenlehrerin in verschiedenen Dimensionen pädagogischen Handelns angemessen berücksichtigen. 

Die Klassenlehrer/innen müssen zur Förderung sozialer, methodischer und Sachkompetenzen, zur Erarbeitung von Klassenregeln, zur Streitschlichtung, zum ,,Beschwerdemanagement" etc. auf ritualisierte Verfahren und Dokumentationsabläufe zurückgreifen können, die ihnen von den in der Klasse unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen bzw. von der erweiterten Schulleitung zur Verfügung gestellt werden.

Andererseits ist die Klassen- Stufenleitung der Fixpunkt der Kommunikation, Organisation und Kooperation, auf die sich die Kolleginnen und Kollegen verlassen müssen.

II. AUFGABEN DER KLASSENLEITUNG
Die Klassenlehrerin / Der Klassenlehrer...

1. sorgt für eine angenehme und anregende Lernumgebung
Das heißt insbesondere

  1. Einrichtung einer Sitzordnung, die den Schülerinnen und Schülern ein konzentriertes Arbeiten ermöglicht, das soziale Miteinander fördert und auf aktuelle Lern- bzw. Konzentrationsschwierigkeiten reagieren kann. Dabei ist auf die Möglichkeit zu alternativen Unterrichtsformen zu achten. Änderungen der Sitzordnung durch die Fachlehrer/innen werden nur in Rücksprache mit der/dem Klassenlehrer/in vorgenommen.
  2. in Absprache und mit Unterstützung der Fachlehrer/innen: altersgerechte Raumgestaltung durch Bilder, Bastelarbeiten, Unterrichtsergebnisse etc. Die Schulleitung sorgt für die grundlegende Ausstattung (Magnet-/Pinnwandleisten, Klassenschränke, Besen, Handfeger etc.).
  3. Ausstattung des Klassenschranks mit Pinnwandnadeln, Tesafilm, Magneten und weiteren Arbeitsmaterialien nach Bedarf (ggf. Anschaffungen im Sekretariat beantragen).
  4. Einrichtung, Anleitung und Kontrolle von Ordnungsdiensten (Tafeldienst, Besendienst, Klassenbuchführung, ggf. Hofdienst). Die Klassendienste werden im Klassenbuch dokumentiert...
  5. Überprüfung der Sauberkeit und ggf. Rücksprache mit Hausmeister, Reinigungspersonal oder Schulleitung bei Beanstandungen.
  6. umgehende Meldung von Defekten, Beschädigungen und Zerstörungen an den Hausmeister oder den Schulleiter.

2. fördert das soziale Miteinander, indem sie / er

  1. zwei bis drei Exkursionen/Ausflüge oder Veranstaltungen pro Schuljahr mit ihrer / seiner Klasse unternimmt,
  2. die im Fahrtenkonzept der Schule vorgesehenen mehrtägigen Klassenfahrten organisiert und leitet.

3. führt mindestens einmal im Halbjahr eine Klassenpflegschaftssitzung durch
Diese Sitzung dient

  1. zur Information über organisatorische Notwendigkeiten, Unterrichtsinhalte, Klassenfahrten, allgemeine schulische Entwicklungen etc.
  2. zum Gedankenaustausch mit der Elternschaft über die spezielle Situation der Klasse oder allgemeine aktuelle bildungspolitische Fragen.

4. kontrolliert wöchentlich die Klassenbucheintragungen der Vorwoche
Sie / Er weist die / den Klassenbuchführer/in und ggf. die Kolleg/innen auf fehlende und nachzuholende Eintragungen und Schüler/innen auf fehlende Entschuldigungen hin und paraphiert nach ordnungsgemäßer Eintragung. Sie / Er fertigt mindestens einmal im Monat Kopien der Klassenbucheintragungen an.

Zum Ende des Halbjahres organisiert sie / er rechtzeitig die Noten- und Fehlstundeneintragungen für die Zeugnisse.

Der Klassenlehrer/Die Klassenlehrerin erhält aus dem dem Kollegium zustehenden Entlastungskontingent eine Entlastung für die Tätigkeit als Klassenlehrer/in. Den Umfang dieser Entlastung legt die Lehrerkonferenz fest.

III. DOKUMENTATIONSAUFGABEN
…der Klassenleitung

  1. Alle Elterngespräche werden stichwortartig festgehalten. (ggf. mit dem Vordruck „Beratungsgespräche“)
  2. Alle Unterrichtsversäumnisse/Verspätungen werden festgehalten. (ggf. mit dem Vordruck: „Laufbahnbogen Disziplinarblatt“)
  3. Disziplinarische Vorfälle werden, sofern sie Grundlage von Disziplinarkonferenzen sind, in der Personalakte dokumentiert. 
  4. Schriftliche Mitteilungen und dazugehörige Rücklaufscheine werden abgeheftet: 
    1. Rügen und Tadel in Bezug auf Sozialverhalten in der Personalakte im Sekretariat. 
    2. Mitteilungen zu nicht gemachten Hausaufgaben beim Klassenlehrer.
  5. Maßnahmen im Zusammenhang mit äußeren Kooperationspartnern (Schulpsychologen, Jugendamt, …) für einzelne Schüler/innen werden dokumentiert.

…der Stufenkoordination

  1. Laufbahnberatungsgespräche werden dokumentiert.
  2. Die Ergebnisse von Disziplinarkonferenzen werden in der Personalakte im Sekretariat abgeheftet. 
  3. Beschlüsse von Klassenkonferenzen (EPStKonf., Zeugniskonf., …) werden dokumentiert und Bestandteil der Personalakte.
  4. Maßnahmen im Zusammenhang mit äußeren Kooperationspartnern (Schulpsychologen, Jugendamt, …) für Klassen werden dokumentiert. 
  5. Alle An- und Abmeldungen (Religionsunterricht, Anträge auf Wiederholung eines Schuljahres, Schulabmeldungen…) werden in der Personalakte dokumentiert

Pflege und Aktualisierung der Schülerdaten in SCHILD.

IV. FÖRDERUNG VON TEAMSTRUKTUREN (s. Teambildung)

  1. In allen Klassen der Sekundarstufe I werden Quartalskonferenzen durchgeführt, an denen die in der jeweiligen Klasse unterrichtenden Lehrkräfte teilnehmen. 
  2. Die Schulleitung bestimmt die Klassenleitungsteams vor dem Schuljahresende. (Notwendige Änderungen durch kurzfristige Stundenumverteilung sollten die Ausnahme sein.) Interessenten für ein Klassenleitungsteam melden dieses Interesse möglichst frühzeitig (bis zum Ende des 3. Quartals) dem Schulleiter, damit es bei den Planungen der Unterrichtsverteilung nach Möglichkeit Priorität bekommen kann.
  3. Die Aufgabenverteilung zwischen Klassenleitung und Stellvertretung wird der Schulleitung zu Beginn des Schuljahres (bis zwei Wochen nach Unterrichtsbeginn) mitgeteilt.